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Mobbing am Arbeitsplatz: stille und zerstörerische psychische Gewalt und die Notwendigkeit, Beweise zu sammeln

Mobbing ist eine der gefährlichsten und schädlichsten Formen psychischer Gewalt am Arbeitsplatz. Sie ist gekennzeichnet durch langfristiges, systematisches und feindseliges Verhalten, das sich gegen einen einzelnen Mitarbeiter oder eine Mitarbeitergruppe richtet. Es handelt sich dabei nicht um einen einmaligen Konflikt oder konstruktive Kritik, sondern um gezielten Terror, dessen häufiges Ziel es ist, eine Person zu demütigen, herabzusetzen und zum Verlassen des Arbeitsplatzes zu drängen. Mobbing-Opfer erleiden nicht nur emotionalen und psychischen Druck, sondern leiden häufig auch unter Beeinträchtigungen der körperlichen und psychischen Gesundheit, entwickeln mangelndes Selbstvertrauen, Ängste und sogar Depressionen.

Formen und Folgen von Mobbing

Psychische Gewalt am Arbeitsplatz kann sich in verschiedenen Formen äußern:

  • Isolation: Der Mitarbeiter wird von Informationsflüssen abgeschnitten, nicht zu Besprechungen eingeladen und nicht in Teamaktivitäten einbezogen.
  • Verleumdung und Gerüchte: Es werden falsche oder abwertende Gerüchte verbreitet, die fachliche Kompetenz oder persönliche Eigenschaften des Mitarbeiters werden herabgesetzt.
  • Manipulation der Arbeitsbelastung: Es werden unerfüllbare oder zu einfache Aufgaben zugewiesen, es erfolgt ständige, unbegründete Kritik und Kontrolle.
  • Öffentliche Demütigung: Spöttische Bemerkungen, Beleidigungen und respektloser Umgang.
  • Bedrohungen: Direkte oder indirekte Drohungen mit Kündigung, Degradierung oder Zerstörung der Karriere.

Dieser ständige Druck zerstört das Selbstwertgefühl der betroffenen Person und wirkt sich negativ auf die gesamte Unternehmenskultur aus, indem er die Gesamtproduktivität senkt und die Fluktuation der Mitarbeiter erhöht.

Selbstschutz und Beweissicherung: Diktiergeräte-Aufnahmen als wichtiges Instrument

Einer der größten Herausforderungen im Kampf gegen Mobbing ist dessen Nachweis. Psychische Gewalt findet häufig subtil „hinter verschlossenen Türen“ statt und hinterlässt nur wenige greifbare Spuren. Zudem können die Aussagen der geschädigten Person ohne Beweise leicht bestritten oder als „überempfindliche“ Reaktion abgetan werden.

Daher ist es besonders wichtig, aktiv zu werden und Beweise systematisch zu sammeln. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören:

  1. Führen eines Tagebuchs: Sorgfältige Dokumentation aller Vorfälle, Daten, Uhrzeiten, Beteiligten sowie der konkret geäußerten Sätze oder vorgenommenen Handlungen. Dieses Tagebuch hilft, wiederkehrendes und systematisches Verhalten nachzuweisen.
  2. Aufbewahrung schriftlicher Beweise: E-Mails, SMS-Nachrichten, Dokumente mit respektlosen Kommentaren, Anruflisten. Es ist wichtig, eine Korrespondenz zu haben, die die Fakten belegt.
  3. Schriftliche Meldung: Formelle Mitteilung an den direkten Vorgesetzten (sofern dieser nicht der Täter ist), die Personalabteilung oder den Arbeitgeber mit Informationen zur Situation. Selbst das Ausbleiben einer Antwort wird zu einem Beweis dafür, dass der Arbeitgeber keine Maßnahmen ergriffen hat.
  4. Audio- und Videoaufnahmen: Das Anfertigen von Tonaufnahmen mit einem Diktiergerät am Arbeitsplatz ist eines der effektivsten Mittel zur Dokumentation direkter psychischer Gewalt, von Demütigungen oder Drohungen. Auch wenn im öffentlichen und beruflichen Leben ethische und rechtliche Fragen auftreten können, zeigt die Rechtsprechung, dass derartige Aufnahmen, in denen der Mobbing-Sachverhalt festgehalten wird, als wichtige Beweismittel anerkannt werden können, insbesondere wenn die Gewalt auf andere Weise nicht nachweisbar ist.

Wichtig ist zu wissen, dass beispielsweise die Staatliche Arbeitsinspektion oder die Arbeitsstreitigkeitskommission bei der Untersuchung von Mobbingfällen sämtliches verfügbares Material sammelt und bewertet – Dokumente, Nachrichten, E-Mails, Audio- oder Videoaufnahmen sowie Zeugenaussagen.

Handlungsplan bei erlebtem Mobbing

Wenn Sie Mobbing erleben, zögern Sie nicht:

  • Sammeln Sie Beweise: Beginnen Sie mit dem Führen eines Tagebuchs und verwenden Sie, wenn möglich, ein Diktiergerät zur Aufzeichnung unzulässigen Verhaltens.
  • Suchen Sie Hilfe: Sprechen Sie mit einem vertrauenswürdigen Kollegen, wenden Sie sich an einen Psychologen oder einen anderen Spezialisten für emotionale Gesundheit.
  • Informieren Sie den Arbeitgeber: Reichen Sie eine offizielle Meldung ein. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, ein sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten.
  • Wenden Sie sich an Institutionen: Wenn der Arbeitgeber keine Maßnahmen ergreift, wenden Sie sich an die Arbeitsstreitigkeitskommission, die Staatliche Arbeitsinspektion oder das Büro des Gleichstellungsbeauftragten.

Mobbing ist nicht nur ein persönliches, sondern auch ein rechtliches Problem. Die aktive Sammlung von Beweisen, einschließlich Aufnahmen, ist ein entscheidender Schritt, um sich zu verteidigen, seine Würde wiederherzustellen und seine Rechte zu schützen. Nur durch entschlossenes Handeln lässt sich psychische Gewalt stoppen und eine respektvolle, gesunde Arbeitskultur schaffen.